Feuerwerke fotografieren: Tipps
Feuerwerke sind nicht nur schön anzusehen, auch auf Fotos machen sie sich sehr gut. Aufsteigende und explodierende Raketen machen Feuerwerke zu einem besonders schönen Fotomotiv bei Nacht. Man braucht allerdings ein wenig Übung, um Feuerwerke gut zu fotografieren und in der Regel auch etwas Glück. Auch, um einen Platz mit guter Sicht auf das Feuerwerk und möglicherweise noch ein paar umgebende Motive – z. B. eine Stadt, Häuser, Bäume, etc. - auf das Foto zu bekommen. Ein paar Tipps zum Fotografieren von Feuerwerken nicht nur an Silvester möchte ich hier geben.
Feuerwerk fotografieren – die Vorbereitung
Nachtbilder benötigen in der Regel ein Stativ. Durch die Dunkelheit muss entweder der ISO-Wert hochgeschraubt werden, was allerdings zu unschönem Rauschen führen kann, oder die Blende weiter geöffnet werden. Das reicht aber oft nicht aus. Es empfiehlt sich, für Feuerwerksfotos ein Stativ zu nutzen, um längere Belichtungen ohne zu verwackeln zu ermöglichen. Natürlich sollte man vor Beginn des Feuerwerks genügend Zeit einplanen, um einen geeigneten Platz zum Fotografieren zu finden an dem ausreichend Platz ist, freie Sicht auf das Feuerwerk und das Stativ sicher stehen kann. Die besten Plätze zum Fotografieren sind bei großen Feuerwerken oft schnell weg!
Mit welchen Einstellungen fotografieren?
Häufig sind manuelle Einstellungen sinnvoller beim Fotografieren von Feuerwerken oder Nachts an sich. Wer dies nicht einstellen kann, sollte automatische Programme, wie z. B. den Sport-Modus (schnelle Belichtungszeiten) nutzen, wenn Feuerwerke fotografiert werden sollen.
Autofokus
Die Vorbereitung ist abgeschlossen, das Stativ an einem guten Platz aufgestellt. Fehlen nur noch die richtigen Kameraeinstellungen für die Feuerwerksbilder. Zuallererst sollte man den Autofokus ausschalten, andernfalls verzweifelt die Kamera beim Fokussieren am Himmel bei den vielen Raketen- und Leuchtspuren ![]()
Blende
Ein Blendenwert von f5,6 bis f8 ist ganz gut geeignet, um die ersten Aufnahmen zu machen. Diese sollten – auch wenn die Zeit beim Feuerwerk fotografieren förmlich rennt, sollte man zwischendurch kurz die Ergebnisse kontrollieren, um die Einstellungen bei Bedarf noch ändern zu können. Sonst hat man unter Umständen das Problem, dass kein Foto wirklich gut geworden ist. Ist mir leider auch schon passiert. Ganz schön ärgerlich. Deshalb nehme ich mir die Zeit, zumindest ein paar Aufnahmen zu prüfen und gegebenenfalls noch Änderungen an den Einstellungen vorzunehmen.
Belichtungsdauer
Bei der Wahl der Belichtungsdauer kommt es jetzt darauf an, wie das Ergebnis aussehen soll. Sollen es lange die Leuchtstreifen sein, muss die Belichtungsdauer entsprechend verlängert werden. Möchte man Fotos, auf denen die einzelnen Leuchtpunkte zu sehen will, sollten relativ kurze Belichtungszeiten gewählt werden. Als groben Anhaltspunkt kann man eine Belichtungsdauer von 0,5 bis mehrere Sekunden empfehlen. Helfen kann beim Fotografieren von Feuerwerken auch der Bulb-Modus, in dem man die Belichtungsdauer individuell starten und beenden kann. So kann die Belichtungszeite individuell entsprechend der Situation und Anzahl der Raketen besser angepasstwerden als bei einer Standardeinstellung von x Sekunden. Für den Bulb-Modus empfiehlt sich immer ein Fernauslöser zum verwacklungsfreien Fotografieren ohne Betätigen des Auslöseknopfes. Solche Funk Fernauslöser sind gar nicht so teuer, mein Original-Auslöser von Nikon hat unter 20 Euro gekostet und ich möchte ihn nicht mehr missen.
Feuerwerk auf dem Hamburger Dom
Das Foto entstand auf dem Hamburger Dom 2009. Ich hatte damals mit verschiedenen Einstellungen und Belichtungszeiten experimentiert und zwei verschiedene Fotos mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen dann im Bildbearbeitungsprogramm zusammengefügt.
Tipp: üben, üben, üben
Bis man gute Fotos beim Feuerwerk schießt kann es eine Weile dauern. Hier hilft – wie bei vielen anderen Dingen – üben, üben, üben und auch häufiger herumprobieren. In Hamburg beispielsweise hat man häufig die Möglichkeit zu üben. Allein 12 Feuerwerke gibt es während des Hamburger Doms, einem großen Volksfest, das dreimal im Jahr für vier Wochen stattfindet und jeden Freitag um 22.30 Uhr ein Feuerwerk zeigt. Dann klappts beim nächsten Silvester Feuerwerk bestimmt mit schönen Feuerwerksfotos!
Hi,
bei ersten Üben fehlt das `ü´
Heiner
Ja, da gabs irgendwie ein Problem mit dem Theme. Naja, dann fang ich eben nicht mit einem Umlaut an
Danke für den wertvollen Kommentar